Dorfchronik
Die Schützenhalle während des Krieges
1. August 1943
Weil die Schützenhalle während des Krieges ihrem eigentlichen Zweck nicht mehr dienen konnte, wurde sie ab dem 01. August 1943 einer anderen Nutzung zugeführt. Sie diente zur Unterstellung von Autos und Möbeln aus den sogenannten luftgefährdeten Gebieten. So waren neun Fahrzeuge einer Firma Brahm aus Duisburg-Hamborn und vier PKW verschiedener Personen aus Dortmund sowie Möbel zweier Familien aus Bochum untergestellt. Diese Vermietung stellte für den Schützenverein eine große finanzielle Entlastung dar und machte eine dringend notwendige Dachreparatur möglich.
Read moreProjektstart Dorf.Connect
23. Dezember 2024
Mit der Teilnahme an dem LEADER-Projekt „Dorf.Connect“ begann für Brunskappel eine neue, kommunikative Zeit. Um die digitale Vernetzung der Bewohner zu erleichtern und somit auch die reale Vernetzung im Ort zu fördern, wurde die App und Kommunikationsplattform „DorfFunk“ gegründet. Im Dezember 2025 wurde aus dem „DorfFunk“ die App „StadtLand.Funk“. Diese bietet die gleichen Funktionen, soll aber durch eine neue Betreibergesellschaft die Zukunftsfähigkeit sicherstellen. Nähere Informationen und weiterführende Links zum Projekt gibt es hier.
Read moreVereine im Nationalsozialismus
1. Januar 1934
Um der Auflösung des Vereins unter der mittlerweile nationalsozialistischen Diktatur zu entgehen, trat der Gesangverein im Jahre 1934 widerwillig dem Deutschen Sängerbund bei. Die vorhandene demokratische Satzung der Weimarer Republik von 1928 wurde durch eine vorgegebene Vereinssatzung ersetzt. Doch der damalige Vorsitzende Friedrich Schulte, der fortan den Titel „Vereinsführer“ tragen sollte, weigerte sich bis zum Ende seiner Amtszeit konstant so bezeichnet zu werden. Auch wesentliche Punkte aus der Einheitssatzung wurden nur in abgeänderter Form übernommen. Trotzdem durfte der Verein bestehen bleiben. Der Schützenverein hingegen akzeptierte in seiner Mitgliederversammlung am 30.06.1934 die neue Einheitssatzung und den Beiritt zum Schützenbund Brilon. Der Hauptmann Franz Körner (Franken) wurde einstimmig zum „Vereinsführer“ gewählt und für den „Beirat“ wurden entsprechend Mitglieder bestimmt.
Read moreDer Bau der Schützenhalle
29. April 1928
Mit der Gründung des Schützenvereins war sicherlich auch die berechtigte Hoffnung verbunden, endlich ein „stehendes Schützenzelt“ zu besitzen. Doch mehrmals musste das Bauvorhaben wegen der schlechten Finanzlage oder einer fehlenden Einigkeit innerhalb des Vereins verschoben werden. Im vierten Anlauf kam es am 29. April 1928 schließlich zur feierlichen Grundsteinlegung. Das Richtfest fand schon am 28. Mai statt. Am 17. und 18. Juni 1928 wurde das erste Schützenfest in der neu erbauten Schützenhalle gefeiert. Am 07. Oktober 1928 veranstaltete der Schützenverein für die Mitglieder einen „Ausflug“ ins Himmelreich mit anschließendem erstmaligen Kartoffelbraten. Neben in offenem Feuer gebratenen Kartoffeln wurden auch Getränke und eingelegte Heringe angeboten. Die ersten Jahre des Schützenvereins waren insgesamt geprägt von Krisen und instabilen Verhältnissen. Mitgliederversammlungen lösten sich regelmäßig in Unordnung auf, Vorstandsämter wurden niedergelegt, wiederaufgenommen oder aberkannt. Diese Schilderungen lassen vermuten, wie schwer es fiel, erstmals in einem größeren Personenkreis Entscheidungen, von denen alle gleichermaßen berührt wurden, nach demokratischen Spielregeln herbeizuführen und dann auch zu akzeptieren.
Read moreÖffentliche Versorgung
1. Januar 1927
Nachdem Brunskappel bereits 1921 an die öffentliche Elektrizitätsversorgung angeschlossen worden war, wurde im Jahre 1927 mit dem Bau einer öffentlichen Wasserversorgung begonnen.
Read moreDie Gründung des Schützenvereins
20. Juli 1921
Für die Entfaltung einer umfassenden Dorfgemeinschaft in Brunskappel war es sicher von großem Nachteil, dass sich der im Jahre 1875 gegründete Schützenverein bereits 1877 wieder auflöste. In den Nachbarorten konnte fast 50 Jahre früher als in Brunskappel durch das Wirken der Schützenvereine Gemeinschaft von gleichberechtigten Mitgliedern erfahren werden. Schützenfeste wurden als bedeutendste dörfliche Feste gefeiert. Die Nachbarorte hatten den Stolz auf das gemeinschaftlich Erreichte, Brunskappel dagegen hatte nur deren Spott. So hörte man oft den Satz: „Brunskappel ist ein Lupennest, da gibt’s noch nicht mal Schützenfest!“ Im Jahre 1921 waren die Folgen des 1. Weltkrieges noch nicht überwunden. Die Zeiten waren nicht gut – nicht gut, wenn man die wirtschaftliche Seite betrachtet. Doch häufig sind die sogenannten schlechten Zeiten die guten Zeiten für den Gemeinsinn. Dieser war den Gründern des Schützenvereins Ansporn, sich in den Dienst eines gemeinsamen Ziels zu stellen: Freude und Frohsinn in den allzu oft nur grauen Alltag zu bringen und alle Bewohner ohne Unterschied des Standes, des Alters und der politischen oder religiösen Gesinnung in einem Verein zu verbinden. Nach einigen vorbereitenden Versammlungen wurde schließlich am 20. Juli 1921 die Gründung des „Schützenvereins in Brunskappel“ vollzogen. Um den Schützenkönig für den ersten Festtag zu ermitteln, fand am Sonntag, den 31. Juli 1921, das erste Vogelschießen statt. Die Königswürde als erster König errang Herr Joseph Stemmer, welcher sich Fräulein Agnes Schnier zur Königin erwählte. Nach intensiven Vorbereitungen feierte der Schützenverein vier Wochen später, am 28. und 29. August 1921 sein erstes Schützenfest in einem Lakenzelt, das auf…
Read moreEine neue Ära auf Schloss Wildenberg
1. Januar 1918
Im Jahre 1908 erwarb Ernst Schäfer das Schloss von Franz Friedrich Lob. Anders als sein Vorgänger lebte er tatsächlich dort und engagierte sich im Ort. Er stiftete nach Ende des 1. Weltkriegs zum Beispiel zwei neue Glocken für die Pfarrkirche.
Read moreErster Weltkrieg
1. Januar 1917
Nach Aufforderung des Kriegsministeriums zur Beschlagnahme aller Glocken zur Sicherstellung des Kriegsbedarfs während des 1. Weltkriegs wurden in Brunskappel im Jahr 1917 die Bruno-Glocke (550 kg) aus dem Jahre 1854 und die Servatius-Glocke (350 kg) aus dem Jahre 1867 vom Kirchturm abgenommen. Die sogenannte Negerglocke (460 kg), deren Herstellung auf etwa das Jahr 1300 datiert wird, wurde wegen ihres wissenschaftlichen und geschichtlichen Werts vorläufig von der Beschlagnahmung ausgenommen. Acht Männer der Gemeinde Brunskappel fielen im 1. Weltkrieg zwischen 1914 und 1918.
Read moreDas Dorf Brunskappel
1. Januar 1910
Im Jahre 1910 zählte Brunskappel 48 Häuser mit 57 Familien und insgesamt 265 Einwohner.
Read moreBrand im Haus Wildenberg
7. Februar 1908
Am 7. Februar 1908 brannte Wildenberg zum zweiten Mal in seiner Geschichte nieder. Bereits im selben Monat begann der Wiederaufbau. Dabei erhielt das Schloss auch seine heutige Gestalt.
Read moreSchulgebäude und Eisenbahn
1. Januar 1906
Nach langwierigen Verhandlungen und Vermögensauseinandersetzungen zwischen Kirche und Staat wurde 1906 das einklassige Schulgebäude mit Lehrerwohnung errichtet. Außerdem nahm die Eisenbahn am 1. Oktober 1906 die Teilstrecke Bestwig – Winterberg in Betrieb und eröffnete am selben Tag den Haltepunkt Brunskappel.
Read moreVerkauf von Haus Wildenberg
1. Januar 1905
Nicht einmal 100 Jahre dauerte die Ära „Seibertz“ im Hause Wildenberg. Denn 1905 erwarb Franz Friedrich Lob das Gut. Dennoch hinterließ die Familie Seibertz ihre Spuren in Brunskappel. Die Wolfsangel aus dem Wappen der Familie Seibertz wurde in das Wappen von Brunskappel aufgenommen und noch bis heute heißt die Straße vor dem Schloss „Seibertzstraße“.
Read moreGründung des Gesangvereins
17. November 1889
19 Männer gründeten am 17. November 1889 in der Gastwirtschaft Börger den Männergesangverein „Bruno“ Brunskappel. Hauptinitiator war zweifellos der 24 Jahre junge Lehrer Julius August Schnorbus, der ein paar Monate zuvor nach Brunskappel versetzt worden war. Er wurde auch der erste Dirigent. Die Namenswahl des Ortsgründers Bruno unterstrich die enge Verbundenheit mit der Geschichte des Dorfes, auf die man besonders stolz war. Mehrheitlich setzte sich der Verein aus „kleinen Leuten“ zusammen. Während sie politisch unterpriviligiert waren, waren die Mitglieder im Verein gleichwertig und gleichberechtigt. So war der erste nichtgeistliche Vorsitzende der Bergmann Franz Schröder. Im Anschluss an die Generalversammlung am 12. November 1893 führte der Gesangverein erstmals ein Theaterstück auf. Die Vorstellung fand so großen Anklang, dass sie zwei Wochen später wiederholt wurde. Insgesamt wurden 96 Eintrittskarten verkauft. Der Erfolg lässt ein starkes Bedürfnis der Brunskappeler nach kultureller Unterhaltung vermuten.
Read moreDie erste Gründung des Schützenvereins
1. Januar 1875
Nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges 1870/71 und Gründung des Deutschen Reiches wurden in den sauerländischen Dörfern die Schützenvereine gegründet. So im Jahre 1871 in Assinghausen, 1872 in Bruchhausen und Wiemeringhausen oder 1876 in Siedlinghausen. Auch in Brunskappel wurde im Jahre 1875 ein Schützenverein gegründet, der sich jedoch bereits zwei Jahre später wegen interner Schwierigkeiten wieder auflöste. Die Schuld daran schob man der Elper Musikkapelle zu, die bereits am Sonntagabend um 22 Uhr dermaßen betrunken gewesen sein soll, dass sie nicht mehr weiterspielen konnte und das Fest abgebrochen werden musste. Damit war den Brunskappelern das Schützenfestfeiern angeblich so nachhaltig verdorben worden, dass sich der Verein auflöste. Tatsächlich dürfte der Schützenverein an der mangelnden Bereitschaft der bevorrechtigten Bauernschaft gescheitert sein, sich mit den minderberechtigten Arbeitern auf die gleiche Stufe zu stellen und sich als einfache, gleichberechtigte Schützen dem Kommando des damals 21-jährigen Schützenhauptmanns, Polizeisergeant Anton Peters, unterzuordnen.
Read moreEin erneuter Großbrand
19. April 1870
Das Haus von Franz Hoffe (Röllekes) stand am 19. April 1870 um 16:30 Uhr lichterloh in Flammen. In kurzer Zeit brannten fünf Bauernhäuser mit ebenso vielen Scheunen und Ställen nieder.
Read moreEine Landstraße durch das Negertal
1. Januar 1863
Im Jahr 1859 begann der Bau der bis heute existierenden Landstraße durch das Negertal. 1863 wurde sie schließlich fertiggestellt.
Read moreBesitzerwechsel auf dem Gut Wildenberg
25. April 1817
Carl Josef Martin Weise verkaufte am 25. April 1817 aus finanziellen Gründen das Gut Wildenberg an den Geschichtsschreiber Johann Suibert Seibertz aus Brilon.
Read moreBrunskappel Anfang des 19. Jahrhunderts
1. Januar 1808
Im Jahre 1808 gab es in Brunskappel 17 Höfe und 206 Einwohner. Besondere Hungerjahre waren die Jahre 1805 und 1816. Krankheiten infolge der Hungersnot rissen viele Menschen in den Tod.
Read moreDie Einweihung der neuen Pfarrkirche
26. Dezember 1772
Am 26. Dezember 1772 konsekrierte der Abt von Grafschaft die neue Pfarrkirche in Brunskappel. Bis dahin hatte der Ahnensaal der Burg Wildenberg als Gotteshaus gedient. 1765 wurde eine neue Einläuteglocke von 15 kg von Georg und Johannes Schneidewind aus Frankfurt gegossen. Im Jahre 1780 verfertigte der bekannte Orgelbauer Johann Georg Fromme aus Soest die vorhandene Barockorgel mit dem Rokoko-Prospekt. Zur Pfarrei Brunskappel gehörten lange die Nachbardörfer Siedlinghausen, Elpe mit Heinrichsdorf und Wiemeringhausen. Diese hatten ihre eigenen Zugänge zur Kirche, die jeweils von zwei alten Linden eingerahmt waren: An der Westseite für die Elper Gläubigen, an der Südseite für die Siedlinghauser und an der Nordseite für die Wiemeringhauser. Von diesen ersten Bäumen steht heute leider nur noch eine Linde an der Westseite. Die anderen mussten im Laufe der Jahre aufgrund von Krankheitsbefall und aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Neue Linden an den alten Standorten wurden aufgrund der historischen Bedeutung aber nachgefplanzt.
Read moreDie Anfänge der Feuerwehr
1. Januar 1765
In einer Dokumentation zur Entwicklung des Feuerlöschwesens im Kurkölnischen Sauerland ist von einer kleinen Brunskappeler Handdruckspritze von 1765 die Rede. An dieser alten Feuerwehrpumpe, auf einen Pferdewagen gebaut, ist eine Plakette „Renovatum i.A. Vogel 1862“ angebracht. Aus dem Wort „Renovatum“ ist zu schließen, dass es schon viel früher eine Feuer- oder Brandwehr im Dorf gegeben hat. Die Handdruckspritze ist dem Feuerwehrmuseum „Brennpunkt“ in Arnsberg als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt worden.
Read moreEin verheerender Dorfbrand
16. September 1764
Am Sonntag, den 16. September 1764, nahm ein großer Dorfbrand zwischen 22 Uhr und 23 Uhr bei Keppelers seinen Anfang. Dem Brand fielen neben der Pfarrkirche zehn Häuser einschließlich des Pastorats zum Opfer. Dabei verbrannten auch fast alle Kirchenbücher. Der Kirchturm allerdings überlebte den Brand und stammt so weiterhin aus dem 13. Jahrhundert. Auch das Gut Wildenberg wurde durch den Brand zerstört. Ein stattliches, zweigeschossiges Fachwerkhaus ersetzte schließlich die alte Burg. Ein Turm wurde erst später wieder hinzu gebaut.
Read moreNeubau der Pfarrkirche
1. Januar 1752
Im Jahre 1752 forderte der Erzbischof von Köln die Pfarrgenossen zu Brunskappel auf, innerhalb von zwei Jahren eine neue Kirche mit Glockenturm zu errichten, da das damalige Gebäude baufällig geworden war. Erst nach Androhung einer doppelten Strafe begann schließlich der Neubau. Im Südportal der jetzigen Kirche befindet sich ein Spruch, bei dem die herausgehobenen Buchstaben das Jahr 1758 als Baujahr ergeben.
Read moreDer Bildstock des Nepomuk
1. Januar 1734
Zur Sicherung der Seelsorge in Brunskappel schickte der Abt von Grafschaft im Jahre 1728 Pater Placidus Grevingen ins Dorf. Dieser veranlasste im Jahre 1734 die Errichtung des außergewöhnlich großen und reich verzierten Bildstocks mit der Figur des heiligen Johannes Nepomuk. Nähere Informationen dazu sind hier zu finden.
Read moreDas Ende des Krieges
1. Januar 1648
Einer alte Überlieferung zufolge wurde nach Bekanntwerden des Friedens zu Münster im Jahre 1648 von einem der wenigen überlebenden Einwohner eine Pflugschar an der Kirchentür befestigt. Da die Kirchenglocken für militärische Zwecke längst beschlagnahmt worden waren, schlug er mit einem Hammer an die Pflugschar und läutete so den Frieden ein. Die in die Wälder geflüchtete Bevölkerung kehrte so in den Ort zurück. Der Legende nach fand das Symbol der Pflugschar so den Weg in das Brunskappeler Wappen.
Read moreDer 30-jährige Krieg
1. Januar 1630
Die Folgen des 30-jährigen Krieges wurden um 1630 langsam auch im Negertal spürbar. Die Kriegshandlungen und die durch sie verursachten Plünderungen, Hungersnöte und Seuchen entvölkerten ganze Landstriche. Von 26 Brunskappeler Höfen wurden eine ganze Reihe wüst.
Read moreNeue Besitzer auf dem Gut Wildenberg
5. September 1620
Aufgrund zu hoher Schuldenlasten musste Jost Dietrich von Gaugrebe (s.o.) im Jahre 1620 das Gut Wildenberg mit seinem gesamten Waldbesitz verkaufen. Neuer Eigentümer wurde der Richter Georg Weise zu Medebach.
Read moreHaus „Hahnen“
1. Januar 1589
Der Richter zu Brilon berichtete dem Landdrosten Graf von Solms im Jahre 1589: „Die Waldecker fielen in Brunskappel ein und nahmen zwei kölnische Untertanen, Hermann Brandes und Jakob den Hanen, gefangen. Sie richteten so viel Gewalt an, dass sie Jakob Hanen ein Stück Bier ausgesoffen, das Übrige davon gänzlich zunichte gemacht haben. Dazu nahmen sie sieben Paar Schuhe, zwei zinnerne Becher und zwei Äxte mit.“ Durch diesen urkundlichen Eintrag ist der Hof „Hahnen“ aktuell das älteste noch stehende Gebäude in Brunskappel.
Read moreBrunskappel als kleines Dorf
1. Januar 1450
Im 15. Jahrhundert war Brunskappel bereits zu einem kleinen Dorf geworden. Doch die Siedler hatten es schwer. Die gewinnbringenden Wirtschaftszweige Wildpflege und Holzwirtschaft lagen fest in den Händen der Gutsherren. Ihren Lebensunterhalt konnten sich die einfachen Bauern nur mit harter Feldarbeit verdienen. Allerdings gerieten die Herren der Familie Gaugebre in Schulden und mussten Teile ihres Besitzes verkaufen. So gelangten die ersten Bauernfamilien vergleichsweise früh an eigenen Grund- und Waldbesitz. Noch einige Namen sind bis heute bekannt, so z.B. Deckers-Dicken, Schneiders-Sommer, Drägers-Schnier oder Hahnen-Müller. Brunskappel war zu dieser Zeit außerdem bereits der kirchliche Mittelpunkt der gesamten Umgebung.
Read moreDie Burg Wildenberg
1. Januar 1303
Im Jahre 1303 erbaute der Vogt Edelherr Widekind I. von Grafschaft an der Stelle des heutigen Schlosses für seine Gemahlin Adelheid die nach ihr benannte Burg Wildenberg mit einem Turm als Witwensitz. Von nun an wurde diese Burg zum Wohnsitz der Erbvögte von Grafschaft. Zum Aussehen Wildenbergs in dieser Zeit gibt es leider keine Überlieferungen. In den nächsten Jahrhunderten wechselten die Burg Wildenberg sowie die zugehörigen Ländereien mehrfach die Besitzer. So gingen sie im Jahre 1380 durch die Heirat von Iliane von Grafschaft über in die Hände der Familie Gaugrebe.
Read moreBrunskappel als Pfarrei
1. Januar 1260
Im 13. Jahrhundert wurde das von Bruno erbaute Holzkirchlein durch eine wuchtige, romanische Pfarrkirche ersetzt. Eine Tafel an der Kirche selbst deutet auf das Jahr 1260 hin. Zu dieser Zeit war Brunskappel bereits eine eigene Pfarrei.
Read moreDie Beziehung zum Kloster Grafschaft
1. Januar 1072
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1072, als wiederum der Erzbischof Anno II. von Köln das Benediktinerkloster in Grafschaft gründete und diesem die Kirche sowie die Güter zu Brunskappel zuwies. Von nun an wurden die Edelherren von Grafschaft, deren Ländereien die Kirche zur Klostergründung gekauft hatte, als Erbvögte eingesetzt. So blieb auch die Geschichte Brunskappels für die nächsten Jahrhunderte mit den Vögten von Grafschaft verknüpft.
Read moreDorfgründung
1. Januar 0953
Im Jahre 953 war der Erzbischof Bruno von Köln auf dem Weg nach Soest und fand wohl Gefallen am Negertal. Aus dem Nichts ließ er hier eine Kappelle bauen, die man „Brunonis capella“ nannte. So entstand die erste geistliche Anlaufstelle für Siedler aus der Umgebung und so erhielt der Ort schließlich auch seinen Namen „Brunskappel“.
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