Vereine im Nationalsozialismus
Announcement Date: 1. Januar 1934
Um der Auflösung des Vereins unter der mittlerweile nationalsozialistischen Diktatur zu entgehen, trat der Gesangverein im Jahre 1934 widerwillig dem Deutschen Sängerbund bei. Die vorhandene demokratische Satzung der Weimarer Republik von 1928 wurde durch eine vorgegebene Vereinssatzung ersetzt. Doch der damalige Vorsitzende Friedrich Schulte, der fortan den Titel „Vereinsführer“ tragen sollte, weigerte sich bis zum Ende seiner Amtszeit konstant so bezeichnet zu werden. Auch wesentliche Punkte aus der Einheitssatzung wurden nur in abgeänderter Form übernommen. Trotzdem durfte der Verein bestehen bleiben.
Der Schützenverein hingegen akzeptierte in seiner Mitgliederversammlung am 30.06.1934 die neue Einheitssatzung und den Beiritt zum Schützenbund Brilon. Der Hauptmann Franz Körner (Franken) wurde einstimmig zum „Vereinsführer“ gewählt und für den „Beirat“ wurden entsprechend Mitglieder bestimmt.