Der Bau der Schützenhalle
Announcement Date: 29. April 1928
Mit der Gründung des Schützenvereins war sicherlich auch die berechtigte Hoffnung verbunden, endlich ein „stehendes Schützenzelt“ zu besitzen. Doch mehrmals musste das Bauvorhaben wegen der schlechten Finanzlage oder einer fehlenden Einigkeit innerhalb des Vereins verschoben werden.
Im vierten Anlauf kam es am 29. April 1928 schließlich zur feierlichen Grundsteinlegung. Das Richtfest fand schon am 28. Mai statt. Am 17. und 18. Juni 1928 wurde das erste Schützenfest in der neu erbauten Schützenhalle gefeiert.
Am 07. Oktober 1928 veranstaltete der Schützenverein für die Mitglieder einen „Ausflug“ ins Himmelreich mit anschließendem erstmaligen Kartoffelbraten. Neben in offenem Feuer gebratenen Kartoffeln wurden auch Getränke und eingelegte Heringe angeboten.
Die ersten Jahre des Schützenvereins waren insgesamt geprägt von Krisen und instabilen Verhältnissen. Mitgliederversammlungen lösten sich regelmäßig in Unordnung auf, Vorstandsämter wurden niedergelegt, wiederaufgenommen oder aberkannt. Diese Schilderungen lassen vermuten, wie schwer es fiel, erstmals in einem größeren Personenkreis Entscheidungen, von denen alle gleichermaßen berührt wurden, nach demokratischen Spielregeln herbeizuführen und dann auch zu akzeptieren.